Terminbedingt fand das traditionelle Abfliegen dieses Jahr am 08.11.2009 erst recht spät statt.
Ob es überhaupt stattfinden würde blieb bis zuletzt spannend...
Bereits Donnerstags begann sich das Wetter von seiner schlechteren Seite zu zeigen: grau und regnerisch. Da es bis Sonntag aber ja noch einige Tage Zeit waren, schreckte das noch niemanden ab. Als das Wetter aber Samstag Abend nahezu unverändert blieb wurde es spannend für Sonntag. Allgemein munkelte man schon, dass das Abfliegen dieses Jahr wohl ins Wasser fallen würde... Schade, aber gut: Mit einem Abfliegen im November haben wir dem Thermikgott schon einiges abverlangt. Auch der Sonntag Morgen machte nicht gerade zuversichtlich: Hatte der Regen zwar aufgehört war der Boden -bedingt durch fehlende Sonneneinstrahlung- immer noch recht feucht. Umso überraschender war dann, dass das Abfliegen trotzdem stattfand. Da sah das Wetter doch gleich ein bischen freundlicher aus. Tatsächlich ging es dann auch bald los und da der Mitgliederzuwachs dieses Jahr beachtlich war, war es für etliche (Neu)Mitglieder eine Prämiere. Damit auch Nicht-Segelflieger mehr als nur Bahnhof verstehen, eine kurze Erklärung, was es mit dem Abfliegen auf sich hat: Am Ende der Flugsaison wird am Landezeichen eine Markierung gespannt. Ziel ist es nun, möglichst nahe an der Markierung zu landen. Genauer gesagt hinter der Markierung: Wer davor landet wird disqualifiziert-so sind die Regeln. Dahinter wird die Entfernung gemeßen und auf einer Liste notiert. Wer am nächsten am Landezeichen war hat gewonnen. Klingt einfach-ist auch so. Auch wenn der Spass im Vordergrund steht, macht ein Landen möglichst nahe am Landezeichen auch in der Praxis viel Sinn: Wen mal die Thermik im Stich lässt und auf einem engen, kurzen Acker landen muss der ist um jeden nichtverschenkten Meter Landestrecke dankbar.  Das Abfliegen war trotz der (doch wetterbedingt?) kleinen Anzahl Teilnehmer wie jedes Jahr eine spaßige Angelegenheit. Bedingt durch die Umstellung unseres Flugzeugparks konnte man nun zwischen unserem Schuldoppelsitzer, der Ask-21, und als Einsitzer dem Jeans Astir wählen. Die bewährte Ka8 war aber auch dabei-wenn auch nun als Privateigentum. Es wurde tatsächlich geflogen, bis die Sonne unter dem Horizont verschwand und die Fluglotsen schon nervös wurden. Abgerundet wurde das Event in unserer Vereinskantine, wobei Dieter mal wieder zeigte, was er als Kantinier leisten kann: Er versorgte mal wieder die ganze Truppe mit vorzüglichen Speisen. An dieser Stelle dafür ein herzliches Dankeschön dafür! Spannend wurde dann natürlich die Ergebnisbekanntgabe: Den ersten Platz belegte Jörg Langowski mit 15m hinter dem Landezeichen. Auf Platz zwei drängten sich mit je 20m gleich drei Piloten mit zwei Flugzeugen: Manfred Pallmer zusammen mit Sebastian Linner im Doppelsitzer sowie Julian Bittinger mit dem Jeans Astir. Mit 22m dichtauf folgte Jonas Klüter. Doch nicht nur die sportlichen Erfolge sind erwähnenswert: Mirna schaffte es tatsächlich sich am letzten Flugtag der Saison freizufliegen. Souverän flog sie ihre ersten 3 Alleinflüge und zeigte Starts und Landungen, die einem erfahrenen Piloten in nichts nachstanden. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und herzlichen Glückwunsch an Mirna für die ersten 3 Solo-Flüge! Somit war das diesjährige Abfliegen beendet und die Winterarbeit offiziell eingeleitet. Aber abwarten kann es kaum einer, bis es wieder heißt „Die Saison ist eröffnet!“. Das nächste Abfliegen kommt bestimmt! |