Die Freiwillige Feuerwehr übt Personenrettung im Segelflugverein

Geschrieben von Magnus Bieneck am 13.11.2016 um 10:52 Uhr


Der Einsatzzug der Freiwilligen Feuerwehr Feudenheim war am Dienstagabend, den 18. Oktober 2016 wieder zu Übungszwecken im Segelflugverein Mannheim. Auf dem Plan stand diesmal eine Gefahrenbegehung und Beurteilung sowie die theoretische und technische Prüfung sowie Bewertung verschiedener Grubenrettungs- und Personenrettungsoptionen.

Im Einsatzfalle muss zunächst die Einsatzstelle zum Eigenschutz der Einsatzkräfte auf mögliche Gefahren, ihre Auswirkungen sowie Mittel für Ihre Abwehr durch das Führungspersonal beurteilt werden. Da die einzelnen Gefahren jedoch umfangreich und unüberschaubar sein können behelfen sich die Führungskräfte mit einer Gefahrenmatrix namens „AAAACEEEE“ und der dazugehörigen Merkregel. Atemgifte, Angstreaktionen, Ausbreitung, atomare Strahlung, chemische Gefahren, Erkrankungen und Verletzungen sowie Elektrizität, mögliche Explosionen und potentielle Einstürze sind hierbei typische Gefahrenbereiche. Unsere Metallwerkstatt in welcher wir unsere Rückhol- und Seilzugfahrzeuge prüfen und warten diente dabei als Beispiel.

Anschließend wurde als Übungsszenario eine in unsere Unterflurarbeitsgrube gefallene bzw. verunglückte Person angenommen und mögliche Personenbergungsoptionen durchgesprochen und im Hinblick auf das Übungsszenario beurteilt. Das Augenmerk lag hierbei auf einer möglichst rückenschonenden Bergung des Opfers durch ein spezielles „Spineboard“. Die auch Miller- oder Backboard genannte Trage aus Hartplastik oder Holz sorgt bei angenommenen Verletzungen der Wirbelsäule für eine rückenschonende Rettung. Es ist meist komplett röntgendurchlässig und damit CT/MRT-geeignet und kann sogar da innen geschäumt als schwimmfähige Auftriebshilfe für Wasserrettungen dienen. Zur eigentlichen Rettung des angenommenen Opfers wurden schließlich verschiedene Bergungsoptionen per Leiter und Seil auch praktisch durchgespielt und auch die Erlebnisse des Opfers mit eingebunden.

Zugführer Thorsten Becker war denn auch mit dem Ablauf und den Ergebnissen seines Teams durchweg zufrieden: „Wir haben verschiedene Techniken ausprobiert und die jeweiligen Vor- und Nachteile erlebt und bewertet sowie dadurch auch wieder wertvolle Erfahrungswerte hinzugewonnen. Ich bin insgesamt wieder sehr zufrieden und danke neben meinen Kameraden auch wieder dem Segelflugverein Mannheim über die tolle Bereitstellung der vereinseigenen Räume zur Übung. Das ist einfach viel realitätsnaher als in unserer Wache“.